Employer Branding auf Twitter

Arbeitgebern stehen heute eine Vielzahl von Tools und Netzwerken für das Employer Branding zur Verfügung. Eines davon ist Twitter. Dabei wurde die Plattform ursprünglich gar nicht für diesen Zweck entwickelt. Trotzdem bietet das Netzwerk viel Potenzial, um die eigene Arbeitgebermarke zu stärken.

Über Twitter

Twitter wurde 2006 von Jack Dorsey gegründet und war als SMS basiertes soziales Netzwerk mit einem Konzept „von Menschen für Menschen“ gedacht. Die Plattform wurde nicht für Marken entwickelt, sondern für Verbraucher, demnach war es auch nicht als Marketingkanal vorhergesehen.

Die Plattform dient zum Austausch von Kurznachrichten. Auch Unternehmen können sich dies zunutze machen. So kann sich ein aktueller Eindruck vom Stand der eigenen Branche verschafft werden. Außerdem lassen sich Informationen über das Unternehmen teilen, Gespräche führen und über aktuelle Entwicklungen informieren.

Die Kurznachrichten, auch Tweets genannt, bestehen aus 280 Zeichen und können sowohl Text als auch Bilder, Videos und GIFs enthalten. Öffentlich auf dem Account geteilte Tweets können andere Nutzer teilen (retweeten), liken und kommentieren. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, Direktnachrichten an Nutzer zu versenden.

Zielgruppe und Nutzer auf Twitter

Twitter hat aktuell rund 330 Millionen monatlich aktive Nutzer weltweit. 145 Millionen Nutzer sind täglich auf der Plattform aktiv. Dabei sind 63 % der User zwischen 35 und 65 Jahre alt. Die Zielgruppe ist also deutlich älter als beispielsweise auf Instagram.

Dabei ist Twitter sehr international. Die Nutzer sind weltweit verstreut. Größtenteils wird deswegen auch auf Englisch getwittert. Gerade für Unternehmen, die gerne international beschäftigen möchten oder ausländische Arbeitssuchende ansprechen wollen, ist dieser Aspekt von großer Bedeutung.

Ein Viertel der verifizierten Konten sind Journalisten. Das kommt vor allem daher, dass kurze Nachrichten in Form von Tweets einen einfachen und schnellen Konsum über das aktuelle Weltgeschehen ermöglichen. Dazu lässt sich hinzufügen, dass die meisten Nutzer einen hohen Bildungsgrad und sogar einen Hochschulabschluss aufweisen. Die Plattform eignet sich daher vor allem, um Fach- und Führungskräfte zu erreichen.

Statistiken zeigen, dass 67 % aller B2B-Unternehmen Twitter in ihrer digitalen Marketingstrategie einsetzen.

Das Netzwerk kann zwar lange nicht mit den Zahlen von Facebook, Instagram oder TikTok konkurrieren, trotzdem ist die Interaktion auf Twitter um einiges höher. So kann über Produkte informiert, seine Meinung kundgetan oder Kundensupport in Anspruch genommen werden. Auch Nutzer, die keinen Twitter-Account besitzen, können auf öffentliche Tweets zugreifen. Diese Aspekte erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass berufsbezogene Inhalte, die sich auf die Arbeitgebermarke eines Unternehmens beziehen, wahrgenommen werden.

Die richtigen Inhalte finden

Durch den täglichen Dialog mit Kollegen, Kunden, potenziellen Kandidaten und der Öffentlichkeit lässt sich auf Twitter der Aufbau und die Pflege der Arbeitgebermarke unterstützen. Dabei ist vor allem die Authentizität der Kommunikation von großer Bedeutung.

Unternehmen haben auf Twitter die Möglichkeit, sich sofort zu einem bestimmten Thema zu äußern und sich selbst als eine bestimmte Art von Arbeitgebermarke zu positionieren. Daher sollte bei dem Erfassen von Tweets immer darauf geachtet werden, welche Werte das eigene Unternehmen vermitteln möchte.

Arbeitgeber sollten sich vor allem darauf fokussieren, was bestehende Mitarbeiter zu sagen haben. Für potenzielle Kandidaten macht es einen großen Unterschied, wenn man liest, was die Arbeitnehmer eines Unternehmens Gutes zu sagen haben. Es zeigt, dass die Firma einen hohen Wert auf seine Mitarbeiter legt und diese zu schätzen weiß.

Auch kann es von Vorteil sein, Einblicke in die Arbeitsweise zu geben und zu zeigen, wie toll es ist, in diesem Unternehmen zu arbeiten. Wichtig ist auch hier wieder die Authentizität. Ist die Arbeit hart und gibt es auch stressige Situationen, kann dies ruhig gezeigt und den Nutzern vermittelt werden, wie das Unternehmen mit solchen Situationen umgeht.

Bei dem Teilen von Inhalten sollte immer auf das Visuelle gesetzt werden. Bilder und Videos, die in einen Beitrag eingebunden werden, sorgen für mehr Aufmerksamkeit und mehr Interaktion, da die visuellen Inhalte viel ansprechender und angenehmer wahrgenommen werden als reine Textblöcke.

Fazit

Bei dem Gedanken an die sozialen Netzwerke kommt einem Twitter vielleicht nicht als erstes in den Sinn. Trotzdem kann die Plattform effektiv für das Employer Branding sein und gezielt als Teil der Marketingstrategie eingesetzt werden. Mit über 330 Millionen Nutzern gibt es eine Vielzahl an Verbrauchern, mit denen ein Unternehmen in Kontakt treten kann. Dabei eignet sich Twitter insbesondere, um internationale Kontakte zu knüpfen.

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