Führungsstile

Der Führungsstil in einem Unternehmen ist ein wichtiger Teil des Personalmanagements und sagt viel über die Unternehmenskultur in einem Unternehmen aus. Wie sich eine Führungskraft gegenüber den Mitarbeitern verhält, hängt in der Regel mit der Persönlichkeit des Vorgesetzten und der Art des Unternehmens zusammen. Dies bedeutet aber nicht, dass sich Führungsstile nicht anpassen lassen.

autoritärer Führungsstil: alle betrieblichen Aktivitäten werden nur vom Vorgesetzten alleine entschieden und gestaltet. Die Mitarbeiter werden an keinerlei Entscheidungen beteiligt und sind demnach wenig kreativ und selten bis gar nicht motiviert. Ein Vorteil ist die Schnelligkeit in der wichtige Entscheidungen getroffen werden können.

kooperativer Führungsstil: bei diesem Führungsstil gestalten der Vorgesetzte und die Mitarbeiter gemeinsam die betrieblichen Aufgaben. Es herrscht eine hohe Selbständigkeit und Verantwortung der Mitarbeiter sowie die Voraussetzung der ausreichenden Informationsweitergabe, um die Aufgaben ohne Probleme erledigen zu können. Durch die Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern und dem Vorgesetzten erhöhen sich automatisch die Leistungsbereitschaft und die Motivation.

Laissez- faire Führungsstil: Der Begriff Laissez-faire kommt aus dem Französischen und bedeutet übersetzt soviel wie „machen lassen“ und das beschreibt den Laissez-faire Führungsstil auch sehr gut. Bei diesem Führungsstil wird so gut wie gar nicht geführt, das heißt jeder Mitarbeiter verfolgt ausschließlich seine eigenen Interessen und gestaltet seine Aufgaben selber. Aus diesem Grund sind die Mitarbeiter nur begrenzt Leistungsfähig. Durch viele Freiheiten und die Selbstkontrolle der Mitarbeiter ist die Motivation allerdings sehr hoch und auch die Kreativität wird durch diesen Führungsstil gefördert. 

zweidimensionale Führungsstile: Die bekanntesten zweidimensionalen Führungsstile drücken die unterschiedlichen Kombinationen und Varianten aus. Auf der einen Seite den Grad des aufgabenorientierten Führungsstils eines Vorgesetzten und auf der anderen Seite den Führungsstil, der sich an den Bedürfnissen der Mitarbeiter orientiert. 

dreidimensionale Führungsstile: Die dreidimensionale Führung, auch 3D-Führungskonzeption genannt, besteht aus, wie der Name schon verrät,  drei Dimensionen der Führung – die aufgabenorientierte, die mitarbeiterorientierte und die effektivitätsorientierte Führung. Diese werden wiederum in vier neutrale Führungsstile aufgeteilt: den Verhaltensstil, den Beziehungsstil, den Aufgabenstil und den Integrationsstil.

Die Besonderheit ist, dass kein Stil besser oder schlechter als der andere ist. Es kommt vielmehr auf die jeweilige Situation an, in der die einzelnen Führungsstile angewandt werden. Diese Situationen wiederum werden durch verschiedene Aspekte und Faktoren beeinflusst. Dazu gehören unter anderem die Organisation, die Arbeitsweise und die Zielsetzung der Vorgesetzten, durch die die Mitarbeiter und Kollegen beeinflusst werden. Das macht dementsprechend einen jeweils anderen Führungsstil erforderlich.